
Das Foto zeigt Monika Bieber an der Seite von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerkandidat der SPD.

Monika Bieber im Schulterschluss mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bayerischen Landtag.
Die Bildungspolitik, vor allem die Bildungsgerechtigkeit liegt ihr am Herzen. Dafür macht sich Bieber auch im Stadtrat stark. Als schul- und kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion hat sie es in der Sitzung des Feriensenats durchgesetzt, dass die Stadt Bamberg heuer der Gangolfschule 1000 Euro zur Verfügung stellt. Mit dem Geld soll die Schulleitung in die Lage versetzt werden, auch den ärmeren Kindern der Ganztagsklassen ein Mittagessen zu finanzieren.

Dass die Stadt einspringen muss, um Grundschülern das Lernen mit knurrendem Magen zu ersparen, ist für Monika Bieber eines von etlichen Beispielen für eine verfehlte bayerische Bildungspolitik. Richtig in Rage kann sie sich reden, wenn sie gleiche Bildungschancen für alle einfordert, ungeachtet der sozialen Herkunft und finanziellen Verhältnisse einer Familie. Bildungsgerechtigkeit – das setzt für sie den kostenlosen Kindergartenbesuch und Ganztagsschulen voraus, in denen der Staat auch für das Mittagessen aufkommt.
Das achtjährige Gymnasium (G 8) in seiner jetzigen Form lässt sie als Ganztagsschule nicht gelten. Der Freistaat habe zwar Millionen für Mittagsräume geschaffen: „Aber eine Mensa ist noch kein Konzept.“ Bayern müsse endlich seinen Bildungsetat aufstocken und Geld für kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte investieren. Es gehe nicht an, dass Eltern teuren Nachhilfeunterricht zahlen müssten, damit ihre Kinder in der Schule mitkommen. Büchergeld und Studiengebühren lehnt die SPD-Frau logischerweise entschieden ab.
Oberfranken ist nach wie vor Schlusslicht beim Ausbildungsplätze-Angebot. Kämen nach der Statistik in Oberbayern zwei Lehrstellen auf einen Bewerber, so stehe in unserem Raum jedem Azubi rechnerisch eine halbe gegenüber. Sie vermisst staatliche Impulse, die den Norden des Freistaats als Standort für Firmen und Institute attraktiv machen. Bevorzugt Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien befassen, sollten nach Oberfranken geholt werden. Dann entstünden wichtige Ausbildungsplätze und zukunftsträchtige Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachkräfte, die nicht mehr gen Süden abwandern müssten.
Mindestlöhne sind ein weiteres Anliegen der SPD-Frau. Bayerns Verfassung erlaube durchaus eine Regelung auf Länderebene. Allein aus volkswirtschaftlicher Sicht müsse unterbunden werden, dass Menschen trotz einer Vollzeitstelle noch staatliche Unterstützung brauchen, um leben zu können.
